Ancestry Abo: Kosten und 14 Tage kostenlos testen

Zuletzt aktualisiert: · 9 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
Ancestry bietet laut Anbieter Mitgliedschaften mit deutschen Datensätzen und mit weltweiten Datensätzen an, wahlweise für einen Monat, ein halbes Jahr oder ein Jahr. Die Kosten liegen grob zwischen etwa 20 und 45 Euro im Monat, längere Laufzeiten sind pro Monat günstiger. Die kostenlose Testphase dauert meist 14 Tage und geht ohne Kündigung automatisch in ein bezahltes Abo über. Für Auswanderer nach Amerika ist die weltweite Variante meist die sinnvollere.
Ancestry ist der größte Anbieter für Familienforschung in den USA und auch in Deutschland bekannt. Wer dort mehr sehen möchte als den eigenen Stammbaum, braucht eine Mitgliedschaft. Die Auswahl wirkt zunächst unübersichtlich: verschiedene Datenpakete, verschiedene Laufzeiten, eine kostenlose Testphase. Dieser Artikel ordnet die Varianten, erklärt, was für deutsche Vorfahren enthalten ist, und zeigt, wie Sie die 14 Tage gut nutzen.
Die Abo-Varianten im Überblick
Ancestry unterscheidet seine Mitgliedschaften laut eigenen Angaben vor allem nach zwei Fragen: Welche Datensätze sind enthalten, und wie lange läuft das Abo? Die Bezeichnungen ändern sich gelegentlich. Grundsätzlich gibt es eine Variante mit deutschen Datensätzen und eine mit weltweiten Datensätzen, teils ergänzt um Zeitungsarchive oder weitere Zusatzangebote.
| Deutschland | Weltweit | Weltweit plus Extras | |
|---|---|---|---|
| Enthaltene Datensätze | deutsche Sammlungen | deutsche und internationale Sammlungen | zusätzlich z. B. Zeitungsarchive |
| Preis pro Monat (Monatsabo) | etwa 20–30 € | etwa 30–40 € | etwa 35–45 € |
| Längere Laufzeit | pro Monat günstiger | pro Monat günstiger | pro Monat günstiger |
| Stammbaum | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt |
| Testphase | meist 14 Tage | meist 14 Tage | teils verfügbar |
Die Preise nennen wir bewusst als grobe Spanne. Ancestry arbeitet häufig mit Angeboten, und der Preis hängt von der gewählten Laufzeit ab. Prüfen Sie vor dem Abschluss, welcher Betrag wann abgebucht wird und was die Verlängerung kostet.
Was für deutsche Vorfahren enthalten ist
Ancestry hat laut Anbieter eine Reihe deutscher Sammlungen: zum Beispiel ausgewählte Standesamtsregister einzelner Städte, Kirchenbuch-Abschriften, Adressbücher und Auswandererlisten aus deutschen Häfen. Diese Sammlungen decken aber nur einen Teil Deutschlands ab. Ob Ihr Ort dabei ist, sehen Sie am besten im Katalog der Sammlungen – den können Sie laut Anbieter auch ohne Abo durchsuchen.
Die besondere Stärke: Auswanderer
Sind im 19. oder frühen 20. Jahrhundert Familienmitglieder nach Amerika ausgewandert, ist Ancestry oft die ergiebigste Plattform. Passagierlisten, amerikanische Volkszählungen, Einbürgerungsunterlagen und Militärregister sind dort gut erschlossen. Dafür brauchen Sie allerdings die weltweite Variante.
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Die 14 Tage sinnvoll nutzen
Vierzehn Tage sind schnell vorbei. Wer erst nach dem Anmelden überlegt, wonach er suchen möchte, nutzt oft nur einen Bruchteil der Zeit. Bereiten Sie sich deshalb vor, bevor Sie die Testphase starten.
Ihr Fahrplan für die Testphase
Vorher
Vorbereiten
- · Daten von 3 Generationen notieren
- · Kündigungsdatum in den Kalender
- · Stammbaum vorab kostenlos anlegen
Woche 1
Eltern & Großeltern
- · Stammbaum vervollständigen
- · Datensätze und Hinweise prüfen
- · Funde mit Quelle notieren
Woche 2
Herkunftsorte
- · Gezielt nach Orten suchen
- · Ostgebiete: alte Ortsnamen nutzen
- · Kirchenbuch-Hinweise sammeln
Woche 3
Treffer & Kontakte
- · Fremde Stammbäume kritisch prüfen
- · Verwandte anschreiben
- · Dokumente speichern
Woche 4
Sichern & entscheiden
- · GEDCOM-Datei exportieren
- · Bleiben oder kündigen?
- · Spätestens 2 Tage vor Ablauf kündigen
Vor dem Start
- Kostenlosen Stammbaum bei Ancestry anlegen und Eltern, Großeltern und Urgroßeltern eintragen
- Geburtsnamen der Frauen und Herkunftsorte mit altem und heutigem Namen notieren
- Im Sammlungskatalog prüfen, ob es Bestände zu Ihren Orten gibt
- Das Ende der Testphase im Kalender eintragen und zwei Tage vorher eine Erinnerung setzen
Ein Plan für zwei Wochen
- Tage 1–4: Hinweise zu Eltern und Großeltern prüfen, Funde mit Quelle notieren.
- Tage 5–8: gezielt nach Herkunftsorten und Auswanderern suchen.
- Tage 9–11: fremde Stammbäume kritisch prüfen, Kontakt zu möglichen Verwandten aufnehmen.
- Tage 12–14: Dokumente speichern, Stammbaum als GEDCOM-Datei sichern, entscheiden.
Ausführlicher, Woche für Woche und für beide großen Anbieter, erklärt es unser Fahrplan. Bei einer Testphase von 14 Tagen fassen Sie jeweils zwei Abschnitte zusammen.
Der vollständige Plan: Zum Testphasen-Fahrplan
Kündigung: rechtzeitig und mit Bestätigung
Ohne Kündigung geht die Testphase laut Anbieter automatisch in die gewählte Mitgliedschaft über, und der Betrag wird abgebucht. Auch eine laufende Mitgliedschaft verlängert sich in der Regel automatisch um dieselbe Laufzeit.
So gehen Sie vor (Menüpunkte laut Anbieter, Stand prüfen)
- Anmelden und oben rechts Ihren Namen bzw. das Kontomenü öffnen
- „Kontoeinstellungen“ oder „Mein Konto“ wählen
- Im Bereich „Mitgliedschaft“ die Option zum Kündigen bzw. zum Abschalten der automatischen Verlängerung suchen
- Den Schritten bis zur Bestätigung folgen und die Bestätigungs-E-Mail aufbewahren
Ihr Stammbaum bleibt laut Anbieter nach der Kündigung erhalten, ebenso Fotos und Geschichten, die Sie selbst hochgeladen haben. Der Zugriff auf die Datensätze endet aber. Sichern Sie wichtige Dokumente deshalb vorher als eigene Dateien.
Für wen sich welches Abo lohnt
Dafür spricht
- + Familienmitglieder sind nach Amerika oder in andere Länder ausgewandert
- + Ihr Ort ist in den deutschen Sammlungen von Ancestry vertreten
- + Sie möchten Verwandte über die große DNA-Datenbank finden
Dagegen spricht
- – Ihre Vorfahren lebten überwiegend in den früheren Ostgebieten
- – Sie suchen vor allem in Kirchenbüchern
- – Sie haben nur selten Zeit zum Forschen
Ein kurzes Abo mit klarem Ziel ist oft günstiger als ein Jahresabo, das man kaum nutzt. Wie sich Abo, Urkunden und Archivbesuche im ersten Jahr summieren, können Sie mit unserem Planer ausrechnen.
Die Kosten für Ihr erstes Jahr: Zum Kosten-Planer
Der Vergleich der beiden großen Anbieter: MyHeritage oder Ancestry?
Ancestry
- Große Sammlung zu Auswanderern
- Unbegrenzter kostenloser Stammbaum
- Monatliche Laufzeit möglich
- Deutsche Kirchenbücher nur teilweise enthalten
Preisrahmen: laut Anbieter etwa 20–45 € pro Monat je nach Variante und Laufzeit, Stand prüfen
Zur WebsiteDatenschutz und Einstellungen im Konto
Ob mit oder ohne Abo: Alles, was Sie bei Ancestry eintragen, wird auf den Servern des Anbieters gespeichert. Das betrifft auch Ihre Angehörigen. Prüfen Sie deshalb gleich zu Beginn die Einstellungen Ihres Stammbaums.
- Stellen Sie den Stammbaum laut Anbieter auf „privat“, wenn Sie nicht möchten, dass andere Mitglieder ihn sehen.
- Lebende Personen werden laut Anbieter für andere ausgeblendet. Tragen Sie sie trotzdem nur mit Einverständnis ein.
- Fragen Sie Geschwister und Kinder, bevor Sie Fotos von ihnen hochladen.
- Überlegen Sie bei schmerzhaften Familiengeschichten, etwa aus Krieg oder Vertreibung, was öffentlich sichtbar sein soll.
Auch nach einer Kündigung bleiben Ihre Daten im Konto gespeichert. Wenn Sie Ihre Daten ganz entfernen möchten, ist das ein eigener Schritt: die Löschung des Stammbaums oder des Kontos in den Einstellungen. Sichern Sie vorher eine GEDCOM-Datei. Wie das bei Ancestry heißt, steht laut Anbieter in den Stammbaumeinstellungen unter „Stammbaum exportieren“ – Stand prüfen.
Bei einem DNA-Test gelten zusätzliche Regeln. Ihre DNA verrät auch etwas über Verwandte, die nicht gefragt wurden. Lesen Sie vor dem Test, wie der Anbieter die Daten verwendet und wie Sie Daten und Probe löschen lassen.
Ein letzter Hinweis zum Umgang mit Familiengeschichten: Auf Ancestry stoßen Sie womöglich auf Einträge, die Ihre Familie bisher nicht kannte, etwa uneheliche Kinder, frühe Todesfälle oder Hinweise auf Kriegsgefangenschaft und Vertreibung. Nehmen Sie sich Zeit, solche Funde einzuordnen, bevor Sie sie mit Angehörigen teilen. Sprechen Sie behutsam darüber und respektieren Sie, wenn jemand ein Thema lieber ruhen lassen möchte. Die Daten im Stammbaum sind Fakten, aber für Ihre Familie sind es oft Erinnerungen, die Gefühle wecken. Ein ruhiges Gespräch am Küchentisch ist dann meist besser als eine Nachricht mit einem Bildschirmfoto. So bleibt die Familienforschung etwas, das Sie verbindet, und nicht etwas, das alte Wunden aufreißt.
Häufige Fragen
Kann ich Ancestry ohne Abo nutzen?
Ja. Laut Anbieter können Sie kostenlos einen Stammbaum anlegen und einige frei zugängliche Sammlungen durchsuchen. Für die meisten Datensätze brauchen Sie eine Mitgliedschaft.
Wie lange dauert die kostenlose Testphase?
Laut Anbieter meist 14 Tage. Das genaue Enddatum steht in Ihrer Bestätigungs-E-Mail und im Konto. Stand prüfen.
Reicht die Deutschland-Variante?
Wenn Ihre Familie in Deutschland geblieben ist und Ihr Ort in den Sammlungen vertreten ist, oft ja. Für Auswanderer brauchen Sie die weltweite Variante.
Was passiert mit meinem Stammbaum nach der Kündigung?
Er bleibt laut Anbieter erhalten und kann weiter bearbeitet werden. Nur der Zugriff auf die Datensätze endet. Eine GEDCOM-Sicherung schadet trotzdem nicht.
Ist der DNA-Test im Abo enthalten?
Nein, der DNA-Test wird laut Anbieter getrennt gekauft. Vor einem Test sollten Sie die Datenschutzbedingungen lesen.
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